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24. Juli 2018

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Am 8. Juli feiern wir das Kirchweihfest unserer Kathedralkirche, des Essener Münsters, und das ganze Bistum wird in ihren Gottesdiensten diesen Weihetag mitfeiern. Und dann gehört zum Fest das Lied: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land.“ Ein Lied, das uns die Entwicklung der Lehre über die Kirche vor Augen führen kann. Die alte Fassung des Liedes entsprach dem Kirchenbild des 1.Vatikanischen Konzils. Viele werden sich noch an die alte Fassung der 2. Strophe erinnern: “Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut, das Haus wird´s überdauern, auf festem Grund es ruht.“ Da ist die Kirche die Festung, durch hohe Mauern von der bösen Welt abgeschottet und gegen sie geschützt. Das 2. Vatikanische Konzil wandelte das Kirchenbild, und dieses neue Kirchenbild fand seinen Ausdruck in neuen „Haus voll Glorie“. Da ist die Kirche das pilgernde Gottesvolk, „sein wandernd´ Volk,“ das der Herr in dieser Zeit leiten will, und keine Abschottung von der Welt, sondern „dass sie der Welt verkündet, was Gott gesprochen hat.“ Theologie im Kirchenlied, und sich wandelnde Theologie in sich wandelnden Texten unserer Kirchenlieder. Man könnte sicher noch manches entdecken.

Dabei wünscht Ihnen viel Freude
Ihr Heinrich Peters, Diözesanpräses