


Konzert zur Orgelrenovierung in St. Antonius Abbas:
Reizende Stimmen, Klang, Duft und Atmosphäre
In voluminöser Klangpracht präsentiert sich die frisch renovierte Orgel
der Kirchengemeinde St. Antonius Abbas in Essen-Schönebeck. Die wieder
neu erschlossenen Dimensionen des musikalischen Farbspektrums werden im
ersten Orgelkonzert nach der Grundsanierung am 1. Februar hörbar, zu dem
die Gemeinde alle Musikfreunde einlädt (Beginn: 17 Uhr, Eintritt frei).
Ausführende sind Patrick Thomas Jaskolka, Christoph Lahme (Orgel), Katja
Mielnik (Viola) und die Kirchenchöre von St. Antonius Abbas und St.
Franziskus unter der Leitung von Thomas Nickel. Geboten werden zwei- und
vierhändige Orgelwerke sowie Stücke mit Violabegleitung und bekannte
Chorsätze zum Ausklang der Weihnachtszeit.
Die Orgel der heutigen Gemeindekirche St. Antonius Abbas stammt aus dem
Jahr 1958 und wurde durch die bekannte Orgelbaufirma Seifert in Kevelaer
erbaut. Sie besteht aus rund 1.400 Pfeifen, die sich auf 22 Register
verteilen. Dabei handelt es sich um Pfeifenreihen jeweils gleicher
Bauart und gleichen Klanges, die der Organist über zwei Tastenreihen für
die Hände (Manuale) und Fußpedale bedient.
Klanglich ist die Orgel weitgehend dem ausgehenden 19. Jahrhundert
verpflichtet, obwohl sie in der "Blütezeit" des neobarocken Orgelbaus
entstand, einer Zeit der eigenwilligen und ideologisch-willkürlichen
Interpretation orgelbaulicher Prinzipien um und vor Bach. Orgeln
besonders der Spätromantik zeichnen sich durch ihre Grundtönigkeit aus,
das heißt charaktervolle Solostimmen und symphonisch-orchestraler Klang,
der heute wieder sehr begehrt ist.
Orgelkenner Christoph Lahme: "Bislang hatte sich die Orgel in St.
Antonius Abbas immer weit unter Wert verkauft. Nach der jüngsten
Renovierung im Herbst letzten Jahres kann sie nun zeigen, was eigentlich
in ihr steckt: Reizende Stimmen und Klänge, Duft und Atmosphäre und --
trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe -- Volumen und Pracht."