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Zu Gast im höchsten kirchenmusikalischen Gremium Deutschlands

Der Allgemeine Cäcilienverband für Deutschland (ACV) tagte mit seinen Diözesanpräsides sowie führenden Kirchenmusikern verschiedener Sparten – Orgel, Chor, Liturgiewissenschaft, Gregorianik, Kinderchorarbeit u. a. – Anfang November in Hildesheim. Unser Bistumsverband – als einziger mit seinen ehrenamtlichen Mitgliedern in verantwortlicher Position – war durch Klaus Kottenberg vertreten. Ich gehörte in diesem Jahr erstmals zu den Einzelmitgliedern, als Vertreterin der Chorsprecherinnen und –sprecher für Deutschland. 

Gabriela%20Bade.jpgIn vielen Facetten wurde die Bedeutung der Kirchenmusik in der Kirche aber auch in der Gesellschaft beleuchtet. Berichte über die Arbeit in Gremien, die Neues entwickeln und Bewährtes aktualisieren, zeigten mir, auf wie viel verschiedenen Feldern der ACV tätig ist – nicht immer ein einfaches Geschäft. So betrübte etwa die Einschätzung des Vertreters des Dt. Liturgischen Instituts, dass das neue Gotteslob noch lange auf sich warten lassen wird; das Zeitziel 2012 sei sicher nicht zu erreichen.
Auch die Alltagssorgen kamen zur Sprache: Fehlende Neu-Studierende der Kirchenmusik, problematische Neuordnung der Studiengänge, Ganztagsschulen versus Kinder- und Jugendchorarbeit, fehlendes Singen in Familien und Schulen, demographischer Wandel, Kirchenaustritte und auch das jüngste Urteil zur Kirchensteuer mit ihren jeweiligen Wirkungen auf die Kirchenmusik.
Das schreckt aber die Mitglieder des Vorstandes des ACV und seinen Präsidenten nicht ab, sich auf vielen Ebenen im kirchlichen, gesellschaftlichen und auch politischen Raum weiterhin einzusetzen. Motivation hierzu gebe es genug, so Präsident Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider: Es ist die Schönheit der Aufgabe Kirchenmusik selbst. „Im Singen läuft der Glaube zur Hochform auf“. Diesem Zitat schlossen sich alle gerne an.
Gabriela Bade