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„Ein Haus voll Glorie schauet . . ." |
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Am 8. Juli feiern wir das Kirchweihfest unserer Kathedralkirche, des Essener Münsters, und das ganze Bistum wird in ihren Gottesdiensten diesen Weihetag mitfeiern. Und dann gehört zum Fest das Lied: „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land.“ Ein Lied, das uns die Entwicklung der Lehre über die Kirche vor Augen führen kann. Die alte Fassung des Liedes entsprach dem Kirchenbild des 1.Vatikanischen Konzils. Viele werden sich noch an die alte Fassung der 2. Strophe erinnern: “Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut, das Haus wird´s überdauern, auf festem Grund es ruht.“ Da ist die Kirche die Festung, durch hohe Mauern von der bösen Welt abgeschottet und gegen sie geschützt. Das 2. Vatikanische Konzil wandelte das Kirchenbild, und dieses neue Kirchenbild fand seinen Ausdruck in neuen „Haus voll Glorie“. Da ist die Kirche das pilgernde Gottesvolk, „sein wandernd´ Volk,“ das der Herr in dieser Zeit leiten will, und keine Abschottung von der Welt, sondern „dass sie der Welt verkündet, was Gott gesprochen hat.“ Theologie im Kirchenlied, und sich wandelnde Theologie in sich wandelnden Texten unserer Kirchenlieder. Man könnte sicher noch manches entdecken.
Dabei wünscht Ihnen viel Freude
Ihr Heinrich Peters, Diözesanpräses |
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Ein schöner Tag – Erlebnisbericht zweier Chorsänger des Projektchors des Bistums Essen |
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Begonnen hat alles am Freitag, den 4.6. um 7.45 Uhr. Treffen vor der Arena, Gang in die Arena zur Probe des Gefangenenchors aus Nabucco. Schon die leere Veltins-Arena ist vom Spielfeld aus großartig. Ein Schauer zieht den Rücken hinunter. Dann konzentriertes Proben. Der Regisseur wünscht sich auch in der frühen Morgenstunde zur Probe mit dem Gebärdenchor Live-Musik. Es sind zwar nur 10 Mitglieder des Chores gekommen aber die singen mit Hilfe des Chorleiters umso kräftiger. Die Technik macht‘s möglich – der Gesang hallt durchs ganze Stadion.
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DAY OF SONG: Wenn alles wie am Schnürchen läuft… |
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…ist das keine Selbstverständlichkeit, auch wenn alles noch so akribisch vorgeplant wurde. Angesichts der zu umschiffenden Hürden ist es fast ein kleines Wunder, dass der DAY OF SONG im Pfarreichorbezirk Essen-Frintrop so unbeschwert und mitreißend über die Bühne gebracht werden konnte. Es stimmte einfach alles - bis hin zum strahlenden Sonnenschein. Der Funke sprang sprichwörtlich über: mehr als 200 Aktive sorgten dafür, dass über 1.700 Interessierten die Freude am Singen und Musizieren hautnah vermittelt werden konnte.
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Liebe Leserinnen und Leser! |
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Ich gestehe es gerne: Als ich die Einladung zum großen Chor-Konzert in der Schalke-Arena in den Händen hatte, war ich skeptisch. Mit 60.000 Sängerinnen und Sängern gemeinsam singen?
Das mochte ein neuer Weltrekord sein, ein weiteres Massenevent, nach dem Menschen heute so lechzen. Aber sollte das mit Kultur zu tun haben, gar noch - wenigstens in Teilen - mit musica sacra?
Als kurz nach 20.30 Uhr die "ungezählten" Stimmen die Arena in einen klingenden und schwingenden Raum verwandelt hatten, war plötzlich alle Skepsis verflogen. Das Wunder einer tönenden, lichtvollen, geheimnisvollen Welt wurde Wirklichkeit. Jeder war mithineingenommen. Nur zuhören und zuschauen waren nicht möglich. Welche Anziehungs- und Verwandlungskraft Musik, vor allem das Singen, haben kann, konnten hier alle an Leib und Seele erleben.
Ich musste unwillkürlich an das "himmlische Jerusalem" denken. Das letzte Buch der Bibel beschreibt es in faszinierenden Farben als eine "Stadt", die nur noch Gesang ist, mächtig und hinreißend. Vielleicht war das, was ich in diesen Stunden erleben durfte, ein Vorgeschmack der himmlischen Stimmen.
Ca. 9.000 Sängerinnen und Sänger aus den katholischen Cäcilien-Verbänden waren zu dem "Day of Song" gekommen. Das könnte einen stolz machen, nicht überheblich. Und das darf es auch. Denn es ist hörbares Zeichen von Leben, von Lebensmut und Lebenszeugnis!
Genau das tut uns gut - in turbulenten Zeiten. Denn wir haben eine frohmachende und heilende Botschaft unseres Gottes - für uns und für die anderen. Von ihr müssen wir reden, weil sie uns trägt. Und: Wir müssen von ihr singen.
Denn im Gesang lernen wir die Intimgeschichte unseres Glaubens kennen.
Dr. Wolfgang Bretschneider
Präsident des
Allgemeinen-Cäcilien-Verbandes
für Deutschland |
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"Hejo, spann den Wagen an ..." |
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... so klang es aus vielen tausend Kehlen am Tag des „Day of Song“, zunächst ein wenig unsicher, im Laufe des Tages immer fröhlicher, immer mitreißender. Dieser kurze Kanon wurde zum Ausdruck der Freude und der Gemeinschaft vieler Menschen.
Ja, wie unsicher waren wir Sängerinnen und Sänger doch alle als im Frühjahr 2008 ein Brief vom Kulturhauptstadtbüro aus Essen kam. Da wurde doch tatsächlich angeregt, am 5. Juni 2010 einen „Day of Song“ für TeilnehmerInnen aus dem ganzen Ruhrgebiet durchzuführen mit einem Abschlusskonzert auf Schalke, an dem mit 65.000 Leuten gesungen werden sollte.
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