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„Gefühlte tausend Termine“
"Fast täglich bei den Chören" war Klaus Kottenberg in den Jahren der gerade abgeschlossenen Strukturreform des Bistums.
Eher erleichtert blickt der Diözesanvorsitzende des Cäcilienverbandes auf die nunmehr 30-jährige Amtszeit zurück: Hilfestellung zu Erhaltung, Fusionen und Kooperationen von Chören erforderten Hunderte von Terminen im gesamten Bistum - „eher gefühlte Tausend“, wie er selbst sagt. Immerhin verloren die weit über 2000 Aktiven von Chören und Instrumentalgruppen von 96 Weiteren Kirchen „ihre Heimat“.
Nein - den „Grüßaugust“ mag Klaus Kottenberg nun wirklich nicht abgeben; wiewohl ihm die zahlreichen Jubilarehrungen in den Chören sichtlich Freude bereiten. Vielmehr ist sein „oberstes Ziel, dass in den etwa einhundert Fällen von Kooperationen und Fusionen diese von Sängerinnen und Sängern ausgehen und dass so die oft jahrzehntelange Tradition der Chöre erhalten bleibt.“
Dies durchzuhalten ist nicht immer einfach.
Glücklicherweise sieht der Normalfall so aus wie die folgenden Beispiele:
Ein 100 Jahre bestehender Chor einer Filialkirche kooperiert mit dem Chor einer anderen Filialkirche der Pfarrei, wobei beide ihre Selbständigkeit und Eigenart bewahren können.
Oder: Ein fast 100 Jahre alter Chor einer weiteren Kirche (also einer der „Chöre ohne Heimat“) kann seine Selbständigkeit erhalten, nicht zuletzt indem er sich selbst finanzieren kann, und er singt nun in verschiedenen Kirchen seiner Stadt und Umgebung.
Auf die Frage, an welche Ereignisse in seiner Amtszeit er sich besonders gerne erinnere, verweist Klaus Kottenberg zunächst auf den Papstbesuch im Jahr 1987. Mit über 5000 Sängerinnen und Sängern stellte der Cäcilienverband den Sonderchor bei der Papstmesse im Parkstadion Gelsenkirchen.
Johannes Paul II. sparte nicht mit Lob: “Ihr habt so schön gebetet und so wunderbar gesungen“.
Zudem fand am 5. Juni 2010 an nahezu gleicher Stelle die Abschlussveranstaltung des Day Of Song statt. Mehr als 6000 Aktive des Cäcilienverbandes waren an diesem musikalischen Event beteiligt. Ein besonderes Anliegen Klaus Kottenbergs an jenem Tag war die Stunde „Chor sozial“: Hier traten vor allem Kirchenchöre in sozialen Einrichtungen ihrer Kommunen auf.
Aber auch die Veränderungen, die mit der neuen Struktur der Kirchenmusik im Bistum verbunden sind, führen in der Rückschau zu positiven Eindrücken. Gab es um die Erstellung der neuen Satzung herum noch einige durchaus frustrierende Erscheinungen, so konnte der Verband doch seine Sonderstellung in der Gemeinschaft des Allgemeinen Cäcilienverbandes deutschsprachiger Bistümer beibehalten: Er ist nach wie vor der einzige Diözesanverband, der „von unten nach oben“ durch aktive Sängerinnen und Sänger geleitet ist.
Auch aus der denkwürdigen Diözesanversammlung 2007 ging der Verband mit seinem Vorsitzenden gestärkt hervor. Hier konnte Klaus Kottenberg dem Gast, Generalvikar Dr. Tönnes, die Sorgen des Verbandes und seiner Mitglieder an vielen Stellen verdeutlichen und dabei zugleich mit dem Blick auf das Notwendige den unverbrüchlichen Willen zur Kooperation mit Bistum und Pfarreien zusichern. Dies wurde auch in der weiteren beständigen Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Beauftragten für Kirchenmusik, Stefan Glaser, umgesetzt.
All dieses zeigt, wie lebendig Kirchenmusik in unserem Bistum ist. Klaus Kottenberg hat daran an seiner Stelle einen entscheidenden Anteil. Am 14. Februar, dem 30. Jahrestag seiner Amtsübernahme, nahm Klaus Kottenberg die Jubilarehrung beim Kirchenchor St. Michael / St. Mariä Heimsuchung in Neuenrade vor.
Herzlichen Dank für bislang 30 Jahre hervorragende Arbeit! Mögen es noch mehr werden!
