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Wattenscheid-Leithe, ein Dorf in der Großstadt Bochum. Eine evangelische, eine katholische Kirche (St. Johannes), ein Discounter, zwei Metzger, ein Bäcker,…,aber auch zwei Kindergärten und eine Grundschule. Letztere sind Treffpunkte der jüngeren Bewohner aus Leithe und Gelsenkirchen-Ückendorf.
Wer kennt sie nicht, die Eltern, die in der Mittagszeit vor den Schulen und Kindergärten stehen, um ihre Sprösslinge abzuholen. Die Gelegenheit wird gern genutzt, um noch ein wenig zu quatschen und natürlich auch zu tratschen. Dort lernen die jungen Eltern sich kennen, alte Freundschaften leben auf und neue werden mit „Zugereisten“ geknüpft. Hier entsteht vor über vier Jahren unter befreundeten Müttern die Idee, einen Kinderchor zu gründen. Manche erinnert sich, das gab es auch schon zu unserer Kindheit und es hat uns doch so viel Spaß gemacht.
Die erste Hürde, nämlich die, einen Chorleiter zu finden, ist bereits vor der Gründung genommen. Thomas Hermann würde die Herausforderung wagemutig annehmen. So steht einer Gründungsveranstaltung nichts mehr im Wege. Hierzu trafen sich diverse befreundete Eltern, nebst ihrer kleinen potenziellen Sangeswunder. Jedoch stellte es sich heraus, dass das Stimmvolumen der Kinder nicht ausreichen würde. Schnell wird für Abhilfe gesorgt, denn die Eltern, erstaunlicherweise auch viele Männer, würden gern beim neuen Chor mitsingen.
Aus dem Projekt Kinderchor wurde ein Familienchor!
Da sich das Gesangsrepertoire zunächst am bekannten Halleluja-Liederbuch orientierte, ist auch ein Name in kurzer Zeit gefunden: Halleluja-Familienchor
Proben finden regelmäßig im Jugendheim oder der Kirche statt. Dabei wird immer darauf geachtet, dass es den kleinen Chormitgliedern nicht langweilig wird. Denn nur mit motivierten Kindern gelingen unsere beliebtesten Stücke, in denen sie Textzeilen und Strophen allein singen. In dieser lockeren Atmosphäre fällt es uns leicht, die Palette unserer Lieder kontinuierlich zu erweitern.
Besondere Inspiration und gebündelte Zeit zum Üben gibt uns das jährliche Probenwochenende in St. Alfrid in Essen-Kettwig. Die neu einstudierten Lieder werden gleich öffentlichkeitswirksam im dortigen Gottesdienst „getestet“. Auch hier bleibt genug Zeit für Zwischenmenschliches, sei es beim abendlichen Singen zu Gitarren- und Keyboardbegleitung oder beim obligatorischen Fußballspiel Kinder gegen Erwachsene.
Inzwischen ist die musikalische Begleitung der Familiengottesdienste (in der Regel jeder erste Sonntag im Monat) und diverser „Großereignisse“ (z.B. Erstkommunion, Firmung, Kinderchristmette) zu einer festen Einrichtung in unserer Gemeinde geworden. Interessierte sind gern zu einer Hörprobe eingeladen.
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